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Erschienen in EasyLinux 03/2008   »   Ausgabe bestellen

Kniffe, die Sie kennen sollten

Linux-Tipps

Kristian Kißling


Firefox sucht auch, wenn Sie Begriffe in die Adressleiste tippen. Metamorphose benennt viele Dateien auf einmal um, und mit Miro beziehen Sie ein Video-Abonnement zu einem bestimmten Thema.

Tipp: Direkt über die Adressleiste suchen mit Firefox 2.0 und 3.0

Viele Menschen richten sich im Browser Firefox als Startseite eine Suchmaschine wie Google oder Yahoo ein. Klicken sie dann auf Startseite, erscheint das Eingabefeld des Suchanbieters. Sie geben einen Begriff ein und drücken [Eingabe], und die Suche beginnt. Das geht einfacher.

Rechts oben neben der Adressleiste gibt es die Suchleiste. Mit [Strg-K] parken Sie den Cursor in ihr und geben einen Suchbegriff ein. Über einen Klick auf das Icon links neben der Zeile wechseln Sie die dabei genutzte Suchmaschine und wählen etwa Yahoo oder die Creative-Commons-Suche (in Firefox 2.0). Letztere sucht nur nach Inhalten, die unter der freien Creative-Commons-Lizenz stehen.

Es gibt noch eine weitere Suchmethode: Drücken Sie im Browser [Strg-L], hüpft der Cursor direkt in die Adressleiste. Dort geben Sie einfach einen oder mehrere Suchbegriffe ein und drücken [Eingabe]. Entweder landen Sie direkt auf einer thematisch passenden Seite, die dem Suchbegriff am ehesten entspricht (das kann auch ein Wikipedia-Eintrag sein), oder Google.com zeigt die Ergebnisse einer Websuche an. (In den Einstellungen von Firefox 2.0 und 3.0 agiert Google.com als voreingestellte Suchmaschine für die Adressleiste.)

Tipp: Suchmaschine für die Direktsuche über die Adressleiste ändern

Wollen Sie statt Google.com lieber die deutsche Variante Google.de verwenden, ändern Sie die Einstellung. Geben Sie dazu about:config in die Adressleiste ein, um das Konfigurationsmenü des Browsers aufzurufen. Dann tippen Sie in die Zeile Filter den Begriff keyword ein und erhalten zwei Ergebnisse. Ein Doppelklick auf keyword.enabled setzt den Wert dahinter von true auf false und deaktiviert die Funktion. Ein Doppelklick auf keyword.URL ruft eine Eingabezeile mit der Such-URL von Google.com auf. Darin ändern Sie das com in ein de und suchen fortan über die deutsche Google-Ausgabe. Alternativ können Sie auch Yahoo als Standardsuche einrichten, indem Sie die Google-Adresse durch http://search.yahoo.com/search?p= ersetzen. Zukünftig sucht die Software dann in Yahoo, wenn Sie etwas in die Adressleiste schreiben.

Tipp: Thematische YouTube-Channels im Webvideo-Player Miro abonnieren

Über den von der Mozilla-Foundation geförderten Webvideo-Abspieler Miro können Internetnutzer bequem die Videos von zahlreichen Webseiten ansehen, herunterladen und verwalten. Der Open-Source-Player lässt sich sogar als Videorekorder für die Generation YouTube einsetzen. Um nur YouTube-Videos zu bestimmten Themen zu empfangen, müssen Sie die Software ein wenig anpassen.

Um etwa nur die Videos von YouTube anzusehen, die um das Thema "Linux" kreisen, fügen Sie zunächst in Miro über Channels / New Folder einen neuen Ordner hinzu und geben als Name etwa Youtube Linux ein. Dann rufen Sie den Menüpunkt Channels / Add Channel auf und tippen in das Fenster folgende Zeile ein:

feed://www.youtube.com/rss/tag/linux.rss

Bevorzugen Sie andere Themen, ersetzen Sie linux durch den entsprechenden Suchbegriff, zum Beispiel opensuse oder cebit. Drücken Sie [Eingabe] und ziehen Sie dann den eben erstellten Video-Feed per Drag & Drop in den ebenfalls neuen Ordner Youtube Linux. Klicken Sie dann mit der rechten Maustaste auf den Channel, erscheint ein Kontextmenü, aus dem Sie den Punkt Kanal jetzt aktualisieren wählen. Miro lädt nun die neuesten Beiträge zum Thema "Linux" oder einem von Ihnen ausgewählten Begriff von der Webseite herunter (Abbildung 1).

Abb. 1: Dank des passenden Schlagworts lädt Miro YouTube-Videos zu bestimmten Themen herunter.

Tipp: Mit Metamorphose mehrere Dateiendungen im einem Rutsch ändern

Speichert die neu gekaufte Kameras Bilder mit einem großgeschriebenen JPG als Endung, erkennt Ihr Fotobetrachter sie womöglich nicht mehr. In diesem Fall müssen Sie nicht mühsam jede einzelne Datei per Hand umbenennen. Das Programm Metamorphose, das Sie über den Paketmanager installieren, erledigt das für Sie. Starten Sie die Software über [Alt-F2] und die Eingabe von metamorphose. Im Reiter Auswahl suchen Sie nach dem Verzeichnis mit den falsch benannten Bildern. Dann wechseln Sie in das Register Hauptmenü (Abbildung 2), klicken rechts neben Anweisung wirkt sich aus auf auf Erweiterung, so dass ein Häkchen erscheint, und dann auf Suchen. In die Zeile neben der Option Text (leer lassen für Alles) tragen Sie die gesuchte Endung ein, im Beispiel JPG in Großbuchstaben.

Abb. 2: Metamorphose benennt große Mengen von Dateien um.

Nun haben Sie zwei Möglichkeiten: Sie schreiben entweder in die Zeile neben Ersetzen die Endung jpg einfach in kleinen Buchstaben. Dann spielt das Programm "Suchen und Ersetzen". Oder Sie geben nichts ein, sondern klicken rechts neben der Zeile auf Ändere und wählen aus dem Drop-down-Menü kleinbuchstaben. In beiden Fällen erscheinen im unteren Bereich des Fensters die Dateien im ausgewählten Verzeichnis. Metamorphose zeigt sie vor (Spalte Originalname) und nach der Änderung (Spalte Neuer Name) (Abbildung 2). Die Endungen der Bilder sollten in der rechten Spalte in kleinen Lettern erscheinen. Trifft das zu, klicken Sie auf OK, damit Metamorphose die Modifikationen umsetzt.

Tipp: E-Mails filtern und umleiten mit Thunderbird

Richten Sie ein neues E-Mail-Konto ein, landet die eingehende Post gewöhnlich in einem zentralen Postfach. Tante Ernas Rezepte liegen dann direkt zwischen einer E-Mail mit der Online-Abrechnung für Ihr Handy und einem elektronischen Brief von der EasyLinux-Mailingliste. Das gibt schnell ein Riesenchaos: Um eine wichtige E-Mail zu finden, müssen Sie sich erst durch zweihundert unwichtige Elektrobriefe wühlen.

Hier schafft der in Thunderbird integrierte Filter Abhilfe: Über ihn sortieren Sie die Post nach Absender, Betreff oder Textinhalt in eigene Postfächer. Der Filter hilft etwa dabei, die zahlreichen Nachrichten, die von diversen Mailinglisten eintrudeln, in einen eigenen Unterordner zu verbannen. Angenommen, Sie wollen E-Mails von der "EasyLinux-Suse-Mailingliste" [1] automatisch in einen eigenen Ordner verschieben. Dazu rufen Sie zunächst über einen Rechtsklick auf ein bestehendes Postfach (etwa Lokaler Ordner) das Kontextmenü auf und wählen den Punkt Neuer Ordner, um so einen Unterordner anzulegen. Geben Sie dem Kind einen Namen -- etwa Suse-Liste. In dem Verzeichnis landen später die gefilterten E-Mails.

Dann kümmern Sie sich um den Filter: Rufen Sie unter Extras den Punkt Filter auf, erscheint ein Fenster, das später die vorhandenen Filter auflistet. Dabei gilt: Je weiter oben in der Liste ein Filter steht, desto höhere Priorität misst ihm Thunderbird bei. Legen Sie einen ersten Filter an, indem Sie auf Neu klicken. Ein weiteres Fenster öffnet sich, das aus zwei Hälften besteht. In der oberen Hälfte bestimmen Sie, welchen Inhalt Sie filtern wollen (Abbildung 3). Zunächst tragen Sie aber neben Filter-Name eine möglichst wiedererkennbare Bezeichnung für den Filter ein, etwa wieder Suse Liste.

Abb. 3: Wollen Sie nicht sämtliche E-Mails im selben Ordner versammeln, nutzen Sie in Thunderbird einen Filter.

Auf Wunsch sorgen Sie dafür, dass der Filter erst startet, wenn mehrere Bedingungen zutreffen. Für den Fall der Mailingliste genügt es, Mindestens eine Bedingung erfüllen zu markieren. Dann wählen Sie im linken Drop-down-Menü Betreff. Da der Verteiler in jeden E-Mail-Betreff automatisch [EasyLinux-Suse] einträgt, lassen sich die gesuchten E-Mails recht einfach von den Artgenossen unterscheiden. Der fertige Eintrag im oberen Bereich lautet also Betreff enthält [EasyLinux-Suse].

Im unteren Feld definieren Sie danach, was passieren soll, wenn der Filter auf eine solche Nachricht trifft. Wählen Sie Verschiebe Nachricht in: und als Zielordner das gerade erstellte Unterverzeichnis Suse-Liste. Zum Abschluss klicken Sie auf OK. Um den Filter zu testen, lassen Sie ihn auf einen Unterordner los, in dem sich mindestens eine E-Mail von der Mailingliste befindet, und rufen den Menüpunkt Extras / Filter auf Ordner anwenden auf. Thunderbird schiebt nun die eintreffenden E-Mails aus der Mailingliste in einen eigenen Ordner. (kki)

Infos
[1] EasyLinux-Mailingliste für OpenSuse: http://www.easylinux.de/Kontakt/Mailinglisten/listinfo/suse

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