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Erschienen in EasyLinux 04/2008   »   Ausgabe bestellen

Editorial

Liebe Leserinnen und Leser,

in den vergangenen Wochen machte Googles neuer Browser Chrome [1] so große Schlagzeilen, dass sogar die Fernsehnachrichten darüber berichteten. Nach der ersten Euphoriewelle folgten ernüchternde Warnungen wegen der Sicherheitsrisiken -- legt doch Chrome für jeden Benutzer des Programms eine ID an, über die sich alle Webseitenbesuche genau nachverfolgen lassen.

Ebenso interessant wie die Sicherheitsfrage fand ich die Tatsache, dass Chrome zwar auf Apples Webkit basiert, welches wiederum eine Weiterentwicklung der Konqueror-Web-Engine KHTML ist, also klar aus dem Linux-Lager kommt, der Google-Browser aber zunächst nur als Windows-Version angeboten wurde. Klar: Der Windows-Markt ist deutlich größer, und breitenwirksam wäre der Start mit einer Linux-Version nicht gewesen -- trotzdem wäre es ein schönes Zeichen gewesen, die Linux-Freunde wenigstens mit einer eingeschränkten oder noch fehlerbehafteten Version zu versorgen: ein Zeichen des guten Willens.

Inzwischen hat CodeWeavers, Spezialist für Windows-Emulation, eine Variante seines Emulators CrossOver unter dem Namen CrossOver Chromium zum kostenlosen Download freigegeben [2]: Damit kommen Linux- (und auch Mac-) Anwender auf Wunsch schon jetzt in den Genuss der neuen Browser-Alternative (Abbildung 1).

Abb. 1: Google Chrome läuft unter Linux -- aber nur mit dem Emulator von CodeWeavers, nicht nativ.

TV-Aufnahmen

Im Schwerpunkt dieser Ausgabe geht es ums Fernsehen: Wir zeigen Ihnen, wie Sie digitale TV-Programme unter Linux ansehen, aufnehmen, schneiden und bei Bedarf auf DVDs archivieren; nebenbei überspielen Sie noch Ihre alten Videokassetten mit dem Linux-PC auf DVDs.

Wie so oft, ist es hier wichtig, dass Linux und die für den Einsatz geplante Hardware gut miteinander auskommen, sprich: Kaufen Sie Geräte, die Linux-kompatibel sind, denn damit ersparen Sie sich so manchen Ärger. Unser DVB-T-Stick-Test stellt einige Linux-taugliche Geräte für den digitalen TV-Konsum vor, darunter auch so genannte Hybrid-Tuner, die neben DVB-T auch das klassische Analogfernsehen (über Kabel-TV) empfangen.

Ziemlich professionell

Einen kleinen Zweitschwerpunkt bietet in dieser Ausgabe das Thema "Automatisieren": Wir stellen Ihnen ab Seite 74 zunächst das Tool fsniper vor. Das überwacht verschiedene Verzeichnisse und reagiert sofort, wenn Sie dort neue Dateien ablegen -- was mit denen dann geschehen soll, legen Sie flexibel über eine Konfigurationsdatei fest; so könnten Sie beispielsweise einen Ordner Ausdruck/ anlegen, und alle dorthin kopierten Dokumente kommen magisch aus dem Drucker heraus.

Ebenfalls zum Automatisieren taugt die Makroprogrammierung in OpenOffice: Am Beispiel der Tabellenkalkulation Calc zeigen wir Ihnen ab Seite 79, wie Sie auf Ihren Tabellenblättern so manche Handarbeit einsparen können, wenn Sie ein Makro erzeugen.

Schon wieder Suse?

Auf der ersten Heft-DVD finden Sie OpenSuse 11.0 -- die gab's auch schon im letzten Heft, aber diesmal haben wir eine DVD-9 gemastert, auf die mehr als das Standard-Download-Image passt. Wir haben alle Updates eingespielt und diverse Multimedia-Anwendungen und sonst fehlende Hardware-Treiber (für AVMs ISDN-Karten sowie Nvidia- und ATI-Grafikkarten) dazugepackt. Damit können Sie auch Ihre OpenSuse-Installation von der Heft-DVD 03/2008 aktualisieren.

Hans-Georg Eßer
Chefredakteur

Infos
[1] http://www.google.com/chrome
[2] http://www.codeweavers.com/services/ports/chromium/

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