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Erschienen in EasyLinux 02/2012   »   Ausgabe bestellen

Tipps und Tricks zu Gnome

Gnome-Tipps

Heike Jurzik


Gnome ist neben KDE die zweite große Desktopumgebung für Linux. In den Gnome-Tipps stellen wir regelmäßig Nützliches und Praktisches für die alternative grafische Oberfläche vor. Seit Ausgabe 01/2012 zeigen wir Tricks für die dritte Generation des Desktops: die Gnome Shell.

Tipp: Parcellite: Verbesserte Zwischenablage für Gnome

In den meisten Anwendungen markieren Sie Text mit der linken Maustaste, um ihn in die Zwischenablage zu kopieren und an anderer Stelle über die mittlere Maustaste wieder einzufügen. Tastenkombinationen wie [Strg-C]/[Strg-V] sind unter Linux in der Regel nicht nötig. Der Nachteil dieser Standardzwischenablage: In ihr befindet sich immer nur der zuletzt kopierte Text, also ein einziger Eintrag. Wollen Sie mehrere Textstellen kopieren, wechseln Sie ständig zwischen den Fenstern hin und her. Auf ältere Einträge in der Ablage haben Sie gar keinen Zugriff mehr.

Ein Verlauf für die Zwischenablage muss also her. Der Clipboard-Manager Parcellite [1] ist eine mögliche Option für die neuen Gnome-Versionen. Das praktische kleine Tool ist sowohl bei OpenSuse als auch bei Ubuntu in den Paketquellen enthalten, und Sie installieren es über den Paketmanager (Paket parcellite). Um den Clipboard-Manager einzusetzen, starten Sie ihn entweder einmalig von Hand ([Alt-F2] und Eingabe von parcellite), oder Sie melden sich vom Desktop ab und wieder an. In der Voreinstellung ist die Zwischenablage in den Startprogrammeinstellungen (Windows-Taste und Eingabe von start oder [Alt-F2] und gnome-session-properties tippen) aktiviert. Das heißt, sie nimmt beim nächsten Start von Gnome automatisch den Dienst auf (Abbildung 1).

Abb. 1: Parcellite landet nach der Installation automatisch in der Liste der Startprogramme, die Gnome bei jeder Anmeldung ausführt.

Unter Gnome 3 finden Sie Parcellite im Benachrichtungsfeld unten rechts, wenn Sie mit der Maus darüber fahren (Abbildung 2), in der Variante ohne 3-D-Unterstützung (Gnome Classic) oben rechts im Systemtray des Panels. Ein Klick mit der linken Maustaste zeigt die letzten Einträge (Voreinstellung sind 25) sowie Funktionen, um die Ablage zu bearbeiten und zu löschen. Standardmäßig landen Einträge in Parcellites Gedächtnis, wenn Sie etwas mit der Maus kopieren und dann Bearbeiten / Kopieren aus dem Menü der Anwendung wählen oder eben [Strg-C] ([Umschalt-Strg-C] im Gnome-Terminal) drücken. Die Anwendung merkt sich Kopiertes nicht nur über den Desktopneustart hinaus, sondern zeigt die Einträge sogar nach einem Reboot des Rechners wieder an.

Abb. 2: Auf der Gnome Shell nistet sich das praktische Clipboard unten rechts im Benachrichtungsfeld ein.

Klicken Sie mit der linken Maustaste einen Eintrag aus Parcellites Liste an und drücken Sie [Strg-V] ([Umschalt-Strg-V] im Gnome-Terminal) oder die mittlere Maustaste, um ihn an anderer Stelle einzufügen. Klicken Sie hingegen mit der rechten Maustaste auf das Parcellite-Icon, bringt das ein Menü zum Vorschein, über das Sie das Programm beenden und konfigurieren.

Tipp: Tastaturshortcuts für Parcellite

Den im letzten Tipp vorgestellten Clipboard-Manager müssen Sie nicht zwingend mit der Maus bedienen -- schneller geht's über die Tastatur. Drücken Sie etwa [Strg-Alt-H], blendet Parcellite an der aktuellen Position des Mauszeigers den Verlauf mit allen Einträgen der Ablage ein. Mit den Pfeiltasten wandern Sie in der History hoch und runter, und mit Druck auf [Eingabe] kopieren Sie den Text dann in die aktuelle Zwischenablage.

[Strg-Alt-P] bringt das Kontextmenü der rechten Maustaste mit den Punkten Info, Einstellungen und Beenden auf den Bildschirm. Auch dieses Menü erscheint an der aktuellen Mausposition.

Fortgeschritten wird es bei den so genannten Aktionen, die Sie über [Strg-Alt-A] auf den Plan rufen. Ganz unten im Menü finden Sie den Punkt Aktionen bearbeiten. Diesen Konfigurationsdialog erreichen Sie alternativ auch über die allgemeinen Programmeinstellungen (siehe nächster Tipp). Um eine Aktion hinzuzufügen, klicken Sie auf den entsprechend benannten Button. Ins erste Feld gehört der Name für den Menüeintrag, den Sie frei wählen können. Daneben, in die Abteilung Befehl, tragen Sie nun das gewünschte Kommando ein. Dabei steht der Ausdruck %s für den aus dem Clipboard gewählten Eintrag.

Abbildung 3 zeigt zwei Beispiele für Aktionsdefinitionen in Parcellite. Der erste Eintrag (Bezeichner ff) nimmt die Zeichenkette aus der Zwischenablage (%s) und öffnet diese im Browser Firefox. Das zweite Element öffnet den String im Wörterbuchtool Gnome-Dictionary. Um nun mit einer Aktion zu arbeiten, drücken Sie [Strg-Alt-H], blättern mit den Pfeiltasten zu einem Eintrag und drücken [Eingabe], um diesen zu aktivieren. Anschließend verwenden Sie [Strg-Alt-A] und suchen für die Zeichenkette die gewünschte Aktion aus (Abbildung 4).

Abb. 3: Parcellite unterstützt so genannte Aktionen, die Sie selbst festlegen dürfen. Das Beispiel zeigt zwei Einträge, die Inhalte aus der Zwischenablage einmal im Browser und einmal im Wörterbuch öffnen.

Abb. 4: Parcellite in Aktion: Mit dem selbst definierten Befehl für das Gnome-Wörterbuch schlagen Sie in Windeseile Begriffe aus der Zwischenablage nach.

Tipp: Gnome-Schnellstarter mit Tab-Completion

Der neue Schnellstarter der Gnome Shell sieht anders aus als sein Vorgänger. Die Tastenkombination [Alt-F2] zauberte unter Gnome 2 den Dialog Anwendung ausführen auf den Desktop, der nicht nur Befehle automatisch vervollständigt (Klick auf Liste bekannter Anwendungen anzeigen), sondern auch das Programm-Icon anzeigt und die Option bietet, die Anwendung im Terminal zu öffnen.

Unter Gnome 3 funktioniert die Tastenkombination [Alt-F2] nach wie vor -- eventuell müssen Sie den Schalter wieder aktivieren, wie in den Gnome-Tipps der letzten Ausgabe beschrieben. Das Eingabefeld heißt in der neuen Variante nur noch Bitte geben Sie einen Befehl ein: und enthält keinerlei Zusatzfeatures mehr. Diese sind laut Aussagen der Entwickler sämtlich in die Aktivitäten und das dort enthaltene Feld Suchbegriff eingeben ausgelagert. Ein bisschen Komfort gibt es dennoch: Der Schnellstarter bietet eine Tab-Completion. Geben Sie die ersten Buchstaben eines Programms ein und drücken Sie [Tab]. Sobald Ihre Eingabe eindeutig ist, vervollständigt die Desktopumgebung den Befehl (Abbildung 5).

Abb. 5: Der Gnome-Schnellstarter aus dem Vorgänger Gnome 2 (links) und in der neuen Variante der Gnome Shell (rechts): In der aktuellen Ausgabe hilft die Tab-Completion beim Tippen langer Befehle.

Tipp: Gnome Sushi: Elegante Vorschau für Nautilus

Die Vorschaufunktion des Gnome-Dateimanagers funktioniert unter der neuen Version 3 der Desktopumgebung nur noch eingeschränkt und auch nicht für alle Dateitypen. Stattdessen springt das Tool Gnome Sushi in die Bresche. Es ist in den Paketquellen enthalten: Unter OpenSuse heißt es sushi und befindet sich im OSS-Repository, unter Ubuntu installieren Sie gnome-sushi über den Paketmanager.

Ein Neustart der Desktopumgebung oder des Dateimanagers ist nicht nötig; der appetitliche Vorschaueffekt ist direkt einsatzbereit. Klicken Sie mit der linken Maustaste eine Datei oder einen Ordner einmal an und drücken Sie die Leertaste. Ein kleines Fenster zeigt für Verzeichnisse ein Ordnersymbol, die Größe und die Anzahl der Dateien an. Bei Bilddateien sehen Sie eine Vorschau im Fenster und bringen diese durch Klick auf das kleine Fadenkreuz in den Vollbildmodus.

Für Musik- und Videodateien blendet Sushi eine kleine Steuerleiste ein und gibt die Datei wieder (sofern das System alle benötigten Multimedia-Codecs hat). Hat eine MP3-Datei in den ID3-Tags ein Coverbild verankert, zeigt Sushi dieses an (Abbildung 6). Ein Druck auf [Esc] oder ein Mausklick auf das kleine Kreuz oben rechts im Fenster schließt die Vorschauansicht.

Abb. 6: Die neue Vorschau des Dateimanagers Nautilus heißt Sushi. Drücken Sie die Leertaste, blendet ein kleines Fenster eine Vorschau für zahlreiche Dateitypen ein. Für Audio- und Videodateien finden Sie eine Steuerleiste mit Vorspul- und Pausenfunktion.

Tipp: Eleganter Fensterwechsel mit [Alt-Tab]

Haben Sie mehrere Programme geöffnet, wechseln Sie mit [Alt-Tab] durch die Fenster hindurch, mit [Umschalt-Alt-Tab] geht's in die andere Richtung. Dabei blendet die Gnome Shell eine Vorschau mit entsprechenden Anwendungs-Icons ein. Ist Ihnen das Symbol selbst zu nichtssagend und wollen Sie etwas mehr Informationen über das Programm sehen, drücken Sie bei weiterhin gedrückt gehaltener Alt-Taste [Pfeil runter], um ein kleines Vorschaufenster einzublenden (Abbildung 7).

Abb. 7: Der Fensterwechsel besitzt bei Gnome 3 eine praktische Vorschaufunktion (hier aktiviert für das Software-Center).

Für einige der Anwendungen in Abbildung 7 sehen Sie unter dem Symbol einen kleinen Pfeil. Dieser weist darauf hin, dass das Programm mehrere Fenster geöffnet hat. Auch durch diese können Sie mit der Tastatur hindurchwechseln. Gehen Sie dazu mit [Alt-Tab] in die Fensteransicht, drücken Sie über einem solchen Icon [Pfeil runter] und blättern Sie mit [Pfeil rechts] und [Pfeil links] durch die einzelnen Fensteransichten (Abbildung 8). Sie können auch mit der linken Maustaste gezielt ein minimiertes Programmfenster auswählen.

Abb. 8: Der Fensterwechsler zeigt auch Vorschaubilder von mehreren Fenstern eines Programms. Mit den Pfeiltasten oder der Maus springen Sie eines davon gezielt an.

Tipp: Uhr in der oberen Desktopleiste anpassen

In der Voreinstellung zeigt die Uhr im oberen Panel mittig den Tag (die ersten zwei Buchstaben) und die aktuelle Uhrzeit im 24-Stunden-Format (ohne Sekunden). Ein Klick auf die Uhr blendet eine Schnellansicht des Kalenders mit einer Vorschau für Heute und Morgen ein. Über Kalender öffnen rufen Sie das Kalendermodul von Evolution auf den Plan, und Einstellungen für Datum und Uhrzeit öffnet den Dialog Systemeinstellungen / Datum und Zeit. Möglichkeiten zur weiteren Einrichtung der Panel-Uhr sind nicht vorgesehen.

Im neuen Konfigurationstool der Gnome Shell, dem DConf-Editor, finden Sie allerdings zwei weitere Optionen zum Feintuning:

  1. Sollte das Tool nicht installiert sein, rüsten Sie es über den Paketmanager Ihrer Distribution nach (Paket dconf-editor unter OpenSuse und dconf-tools unter Ubuntu).
  1. Starten Sie die Anwendung über [Alt-F2] und Eingabe von dconf-editor. Navigieren Sie in der linken Baumansicht zum Punkt org / gnome / shell / clock.
  1. In der rechten Fensterhälfte sehen Sie die beiden Konfigurationsschlüssel. Per Mausklick schalten Sie die Datumsanzeige (show-date) und die Darstellung der Sekunden (show-seconds) ein.

Dass ein Schlüssel einen anderen als den Standardwert hat, erkennen Sie an der gefetteten Schrift. Beide Änderungen sind sofort aktiv, so dass Sie schnell erkennen können, ob Ihnen die erweiterte Panel-Uhr gefällt (Abbildung 9). Per Klick auf Set to Default setzen Sie alle Werte wieder auf die Standardeinstellungen zurück.

Abb. 9: In der Panel-Uhr blenden Sie auf Wunsch das Datum und zusätzlich die Sekunden ein (oben die erweiterte Darstellung, unten das Original).

Tipp: Screencasts per Tastenkombination aufnehmen

In den neuen Gnome-Desktop ist eine Funktion eingebaut, die ein Video vom Desktop aufzeichnet. Drücken Sie gleichzeitig [Umschalt-Strg-Alt-R], aktivieren Sie die Aufzeichnung. In der unteren rechten Ecke des Bildschirms sehen Sie einen roten Punkt, der darauf hinweist, dass Sie gerade aufnehmen (Abbildung 10). Drücken Sie denselben Shortcut nochmal, stoppt der Mitschnitt. Anschließend landet der neue Film als WebM-Datei [2] (shell-DATUM-NUMMER.webm) in Ihrem Home-Verzeichnis. Die Gnome-Filme verwenden den VP8-Videocodec und haben eine Framerate von 15 Bildern pro Sekunde. Ton nimmt der Gnome-Recorder nicht mit auf.

Abb. 10: Film ab -- Gnome 3 bietet eine eigene Funktion, um Screencasts aufzunehmen.

Tipp: Format für Screencasts verändern

Die Framerate, das Videoformat und auch die Dateiendung der Desktopfilme können Sie ändern. Auch dazu bemühen Sie den DConf-Editor, wie in Tipp ## beschrieben. So gehen Sie vor, um anstelle von WebM-Videos Filme im Format Ogg-Theora mit einer Framerate von 25 Bildern pro Sekunde zu erstellen:

  1. Starten Sie über [Alt-F2] und Eingabe von dconf-editor das Einrichtungstool. Die drei Konfigurationsoptionen zum Gnome-Recorder finden Sie in der Abteilung org / gnome / shell / recorder.
  1. Klicken Sie den Eintrag webm rechts neben dem Schlüssel file-extension doppelt an und ersetzen Sie den Eintrag durch ogv.

  1. In die Zeile darunter, hinter framerate, tragen Sie auf dem gleichen Weg die Zahl 25 ein.
  1. Hinter pipeline schließlich gehört Folgendes:
    videorate ! theoraenc ! queue ! oggmux
    Beachten Sie, dass es sich bei den Trennern um Ausrufezeichen handelt, nicht etwa Pipe-Zeichen.

Eventuell ist der letzte Eintrag bei Ihnen -- so wie auf zwei Testrechnern -- nicht anklickbar, und der untere rechte Bereich mit den Schlüssel-Beschreibungen verdeckt das Eingabefeld. In dem Fall können Sie den pipeline-Schlüssel einfach über die Kommandozeile setzen:

  1. Öffnen Sie über [Alt-F2] und Eingabe von gnome-terminal ein Terminalfenster.
  1. Geben Sie folgenden Befehl ein und schicken Sie ihn per Druck auf [Eingabe] ab:
    gsettings set org.gnome.shell.recorder pipeline 'videorate ! theoraenc ! queue ! oggmux'
  1. Danach können Sie über [Strg-D] das Terminal schließen.

Beachten Sie, dass die Werte für den pipeline-Eintrag in einfache Hochkommata eingeschlossen sind, damit die Shell die Sonder- und Leerzeichen nicht auswertet. Ein abschließender Blick ins DConf-Editor-Fenster sollte direkt die Änderung anzeigen.

Sollten Sie zu einem späteren Zeitpunkt wieder auf die Standardwerte zurückwechseln wollen, können Sie das jederzeit per Klick auf den Button Set to Default unten rechts im Konfigurationseditor tun. Dieser beeinflusst immer nur den jeweils aktiven Schlüssel, so dass Sie also zunächst eine Zeile markieren müssen, bevor Sie die Schaltfläche betätigen. Können Sie auch hier den pipeline-Schlüssel nicht mit der Maus anklicken, ohne dass der untere Bereich den oberen überlappt, öffnen Sie wieder ein Terminalfenster und geben dieses Kommando ein:

gsettings set org.gnome.shell.recorder pipeline ''

Tipp: Gnome Tweak: Focus follows Mouse

Um ein Fenster zu aktivieren, klicken Sie normalerweise mit der linken Maustaste hinein, und schon hat es den Fokus. Viele Anwender bevorzugen eine Abkürzung und möchten lediglich mit der Maus über das zweite Fenster fahren, um es aktiv zu schalten. Während Sie dieses Feature in den Gnome-2-Versionen schnell über die Systemeinstellungen im Bereich Fenster eingeschaltet hatten, gibt es weder in den neuen Systemeinstellungen noch im DConf-Editor die Möglichkeit dazu. Ein kleines Programm namens Gnome Tweak [3] springt in die Bresche und konfiguriert Ihre Sonderwünsche.

Sowohl OpenSuse- als auch Ubuntu-Anwender müssen den Helfer nachrüsten. Auf allen von EasyLinux unterstützten Distributionen heißt das Paket gnome-tweak-tool und befindet sich in den Repositories. Sie starten es über das gleichnamige Kommando, das Sie in ein Schnellstart- oder Terminalfenster eingeben. Wechseln Sie links in die Abteilung Fenster, klicken Sie im rechten Bereich auf den Button neben Modus des Fensterfokus und stellen Sie von Click auf Mouse um.

Tipp: Neue Webseite mit Gnome-3-Extensions

Für Fans des Mozilla-Browsers Firefox ist das ein alter Hut: Webbrowser starten, Add-on-Seite öffnen, per Mausklick eine Erweiterung installieren, fertig. Auch Gnome-3-Anwender kommen jetzt in diesen Genuss. Die Entwickler sind seit ein paar Monaten mit einer neuen Webseite am Start [4], welche die zentrale Stelle für Extensions der Gnome Shell werden soll. Laut eigenen Aussagen funktioniert das Feature erst ab Gnome-Version 3.2, aber einer der Testrechner mit Gnome 3.0.1 und Firefox 9.0.1 unterstützte die Extensions per Browser ebenfalls.

Wenn Sie die URL im Browser öffnen und keinen Hinweis der Form You do not appear to have an up to date version of GNOME3 ... ("Sie scheinen keine aktuelle Version von Gnome 3 zu verwenden.") sehen, können Sie das Angebot testen. Auf der Startseite finden Sie eine Übersicht aller Erweiterungen. Veränderte Panel-Menüs, das Entfernen einzelner Symbole aus dem Panel, eine neue Ansicht für den Fensterwechsler [Alt-Tab], ein Anwendungsmenü wie aus Gnome 2 -- hier gibt es allerhand praktische Tuningmöglichkeiten für den Desktop (Abbildung 11).

Abb. 11: Ein Anwendungsmenü wie in der Vorgängerversion von Gnome -- das ist nur eine der angebotenen Extensions, die Sie über den Webbrowser installieren können.

Wählen Sie einfach die Extension aus, klicken Sie links oben auf den Schalter (er wechselt dann von Off auf On) und bestätigen Sie die Installation. Alle Add-ons landen im versteckten Verzeichnis ~/.local/share/gnome-shell/extensions im eigenen Home-Verzeichnis und verbleiben auch dort, wenn Sie diese im Browser wieder deaktivieren. Die von Ihnen installierten Extensions finden Sie auf der Webseite übrigens unter Installed Extensions. (hge)

Infos
[1] Parcellite-Projektseite: http://parcellite.sourceforge.net/
[2] Wikipedia-Artikel zu WebM: http://de.wikipedia.org/wiki/WebM
[3] Gnome Tweak: http://live.gnome.org/GnomeTweakTool
[4] Extensions für Gnome 3: https://extensions.gnome.org/

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