[EasyLinux-Suse] /home Partition

Sven Bretfeld sven.bretfeld at relwi.unibe.ch
Mon Jun 26 21:02:07 CEST 2006


Am Montag, 26. Juni 2006 19:50 schrieb Heike Jurzik:
>
> > ich habe bei meinem bestehenden SuSE eine einzelne /home Partition
> > gemacht, kann ich jetzt diese Partition auch bei anderen linux-Systemen
> > einbinden, dh. wenn ich jetzt noch ein kubuntu drauf tun will, kann ich
> > dann die selbe Partition nehmen? Oder, wenn ich noch ein2. SuSE als
> > Rettungssystem installieren will.
>
> Ja, achte nur darauf, dass Du bei der Installation im jeweiligen
> Partitionierungs-Tool die /home nur lesend einbindest und nicht
> formatierst -- sonst sind die Daten futsch.
>
> Da ich hier auf meinem Testrechner immer 5-7 verschiedene Systeme habe,
> lege ich jeweils für jedes neue System einen anderen Benutzer an, damit
> sich die Konfigurationsdateien der Benutzer nicht in die Quere kommen.
> Ich weiß nicht, was passiert, wenn auf dem einen System KDE 3.5.3 läuft
> und auf dem anderen noch ein KDE 3.3 -- nie probiert, daher gehe ich auf
> Nummer Sicher.

Moment, bevor etwas schiefgeht. Du kannst die alte Home-Partition schon auf 
dem zu installierenden Kubuntu einbinden. Aber keinesfalls auf dem 
Mountpoint /home. Darauf müsstest Du beim Installieren achten. Denn sonst 
würden Suse und Kubuntu ihre Config-Dateien permanent gegenseitig 
überschreiben und alles würde durcheinander geraten.

Am besten Du findest heraus, unter welchem Gerätenamen Linux Deine 
Home-Partition kennt. Bei mir ist es zum Beispiel sda11. Das findest Du mit 
dem Befehl "mount" in der Shell heraus. (Ich nehme jetzt mal sda11 als 
Beispiel.) Diese Partition kannst Du entweder bei der Installation von 
Kubuntu einbinden lassen, z.B. auf einem Mountpoint /files, den man 
hoffentlich im Kubuntu-Installer anlegen kann. Sicherer wäre es, erst zu 
installieren und den Mountpoint /files erst nachher zu erzeugen und sda11 
darauf zu mounten:

su
mkdir /files
mount /dev/sda11 /files

Mit einem Eintrag in die fstab wird das beim Booten automatisch gemacht. 

Mit der Lösung solltest Du Deine Dateien unter beiden Systemen bearbeiten 
können, was nicht geht, wenn Du die Partition nur lesend einbindest.

Vielleicht löst das auch das Mail-Problem. Vermutlich kann man in KMail das 
Verzeichnis bestimmen, in dem die Mails gespreichert werden. Normalerweise 
ist das /home/benjamin/.kde/share/apps/kmail/mail. Wenn Du in Kmail (Kontact) 
unter Kubuntu einträgst, dass die Mails statt dessen 
in /file/benjamin/.kde/share/apps/kmail/mail abzulegen sind, sollte es gehen. 
Dann solltest Du alle Mails jederzeit zur Verfügung haben, egal unter welchem 
System Du sie runterlädst. Franks IMAP-Lösung ginge zwar auch, aber Dein 
Provider hat vielleicht eine Obergrenze, wieviel Speicher Dir zur Verfügung 
steht. Nach einem Jahr ist sie vielleicht erreicht.

Viel Glück
Sven