[EasyLinux-Suse] (K)Ubuntu fängt an, mir zu gefallen ...
Heinz-Stefan Neumeyer
s.neumeyer at gmx.net
Die Sep 19 13:31:38 CEST 2006
Am Dienstag, 19. September 2006 11:43 schrieb Michael Fehr:
Hallo Michael
Da Anka "Schaffe muß" und ich mindestens genauso (wenn nicht noch merh)
voreingenommen bin, antworte ich Dir mal:
Ich rede hier übrigens von der gekauften Box (Power Pack)
>
> Gute Frage. Mach ich mal, ich ziehe mir gerade mal das DVD-Image.
> Wo siehst Du die Vorteile von Mandriva?
>
Vorteile:
1.
Die Partitionierung ist wesentlich überscihtlicher und sinfälliger gelöst.
Alles in einem Band, die Größen kannst Du über Schieber enstellen. Um
primär/erweitert mußt Du Dich nicht weiter kümmern, macht HardDrake für Dich.
Auch die Einrichtung z.B. einer verschlüsselten Partition oder Loopback ist
gegenüber SuSE leichter und vor allen sinnfälliger.
2.
Mandriva packt Dir in der Grundinstallation lediglich das Grundsystem auf die
Platte, das nicht mal 500 MB groß ist. Von Vorteil, wenn Du nur wenig Platz
hast.
Allerdings mußt Du Dir dann ein wenig mehr Gedanken darüber machen, was Du
dann an programmen brauchst.
3.
Die Softwareauswahl ist für mich besser. Es gibt eine ganz Anzahl von
Programmen, die ich benutze bereits als fertige Pakete auf den zusätzlichen
CD's/DVD's. Unter SusE muß ich mir z.B. Grass und die Abhängigkeiten erst
zusammensuchen und dann kompilieren. Nach einem Update funktionierte dann
meistens nichts mehr, weil SuSE die selbst gebauten rpm-Pakete gnadenlos
wegputzt und ich fange neu an.
Ich habe gerade mal nachgeschaut, was weiter zu finden ist, was nicht
unbedingt notwendig ist, aber Spaß macht:
an die 100 Mauszeiger
weit über 50 Desktop-Themen und Hintergründe
jede Menge Spiele, die SuSE nicht hat
alle möglichen und unmöglichen Windows-Manager
Schriften bis nach Afrika oder Tibet
und und und
4.
Die Struktur im K-Menü ist übersichtlicher als bei SuSE - zumindest für die
häufig benötigten Programme. Die mir lästigen Automatismen (Automount, HAL
und wie der ganze Quatsch heißt) kannst Du Dir selbst einrichten - und vor
allen ohne Probleme wieder stillegen.
5.
Die Hardwareerkennung/Unterstützung ist mindestens ebensogut, manchmal besser
als bei SuSE. Ankas Schulrechner hat z.B. eine 3D-Graphikkarte, die lief mit
Beschleunigung sofort, ohne daß etwas eingerichtet werden mußte.
(Ihr "erbeuteter" Laserdrucker hatte dagegen keinen Mandriva-eigenen Treiber)
Nachteile:
1.
Mandriva bring keine JRE mit und bietet das auch nicht zum Download an
(zumindest nicht offiziell). Das mußt Du Dir bei Sun besorgen und
nachinstallieren.
2.
Mandriva hat es immer noch nicht geschafft, Installation/Deinstallatin zu
vereinigen (a la Yast). Es gibt als zwei verschieden Tools, aber daran kann
man sich auch gewöhnen.
3.
Einige Sachen muß man unständlich über die Konfigurationsadateien einstellen.
Wenn Du in der Firewall z.B. bestimmt Ports öffenen willst/mußt.
Auch K3b ist etwas verzwickt, denn hier läuft erst eine Art Setup, wo Du Dich
u.U. schon mal vom brennen ausperren kannst.
4.
SuSE-rpm-Pakete laufen normalerweise nicht. Auch mit noarch-Paketen habe ich
schon Schwierigkeiten gehabt.
5.
Für die Paketauswahl solltest Du ein wenig englisch können, denn die
Beschreibungen sind nicht ins deutsche übersetzt.
> Bei (K)Ubuntu gefällt mir halt die Untertützung durch eine große,
> hilfsbereite Community, das habe ich selbst bei Suse nicht so erlebt.
> Reich technisch käme ich wohl mit allen drei klar.
>
So was habe ich bei Mandriva eigentlich noch nie gebraucht. Und auch die
Mailingliste von easy-Linux wurde bisher eigentlich auch nur von 2 Leuten
wirklich frequentiert... ;-))
> > Alleine die Tatsache, dass ich die Paketauswahl bei der Installation
> > abspeichern kann, macht mir Mandriva absolut sympastisch.
>
> Was meinst Du damit?
>
Wenn Du bei der individuellen Installation die Paketauswahl getroffen hast,
kannst Du die auf einer Diskette, einem USB-Speicher oder ich glaube auch auf
der Festplatte abspeichern. Bei einer Neuinstallation, oder mit mehreren
Computern mußt Du das nur noch einlesen lassen...fertig.
Meine Diskette dafür exestiert nun schon seit 5 Jahren - wie überhaupt damals
für mich Mandrake 8 der große Aha-Effekt im bezug auf Linux war
Gruß Stefan
--
Die letzten Worte des U-Boot-Matrosen:
Hier sollte mal gelüftet werden...
-------------- nächster Teil --------------
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