[EasyLinux-Suse] Linux und weg (long Version) ...... Erwiederung

Uwe Herrmuth u.herrmuth at gmx.de
Mon Mar 9 09:01:07 CET 2009


Moin Gerhard,

Am Sonntag, 8. März 2009 21:28 schrieb Gerhard Czech:

> Vom Prinzip her gesehen ist es also absolut das gleiche. Man benutzt
> Programme, um mit dem Computer in einer für den Menschen besser geeigneten
> Form kommunizieren zu können.
> Der eigentliche Unterschied besteht lediglich darin, dass man für eine
> grafische Oberfläche mehr Programmcode braucht, was einhergeht mit erhöhten
> Speicherplatzbedarf sowie erhöhter Fehleranfälligkeit. Dafür hat man aber
> eine für sehr viele Menschen besser geeignete Eingabeform.
>

Du hast die Struktur sehr gut beschrieben: Maschinencode - Terminal - GUI - 
einziger Unterschied zwischen Linux und Windows dürfte sein, daß die 
Konsolenprogramme bei Windows meist entfallen, was aber in der Geschichte 
bzw. der Entwicklung beider Systeme begründet sein dürfte.

> Wenn man sich nun den Sinn und Zweck einen Computers vergegenwärtigt,
> nämlich dem Menschen zu _dienen_ in dem er Aufgaben abarbeitet und dabei
> berücksichtigt, dass dazu auch ein für den User möglichst "einfaches"
> Bedienen gehört und man sich dabei weltweit das Verhalten der Computer-User
> in Bezug auf "Klicki-Bunti" ansieht, so läßt das nur den Schluß zu,
> das "Klicki-Bunti" für sehr viele Menschen sehr gut zur Bedienung von
> Computern geeignet ist.
>
> Nun noch zum Abschluß eine weitere Sichtweise.
>
> Wenn ein Computer-User eine Aufgabe am Computer erledigen will und dabei
> sich auf Grund seiner Kenntnisse und Fähigkeiten für "Klicki-Bunti"
> entscheidet, weil er die Aufgabe damit besonders einfach und schnell
> erledigen kann, so zeugt das in meinen Augen von Intelligenz, weil es für
> ihn die richtige Wahl ist.

Ob es was mit Intelligenz zu tun hat, sei mal dahin gestellt. Wichtig ist 
doch, daß jeder seinen Computer so bedient, wie er am besten damit zurecht 
kommt und sich dafür das für ihn am besten geeignetste Programm raussucht. 
Das kann mal ein Programmm mit GUI sein und mal konsolenbasiert. Ich kenne 
niemanden, der ausschließlich auf der Konsole arbeitet. Ich spreche hier nur 
von der reinen Arbeit an einem PC, nicht von der Einrichtung oder Wartung von 
irgendwelchen Servern.
Konsole ist gut, wenn ich was automatisieren will oder wenn es schnell gehen 
soll. Dazu muß ich aber auch die Befehle und Optionen auf Tasche haben, genau 
wie bei einem GUI-Programm, wo ich wissen muß, in welchem Menü ich was finde.
Und da kommt halt auch ein für den "Durchschnittsuser" entscheidender Vorteil 
des GUI-Programms hinzu: er kann in Ruhe die Menüs durchsuchen und muß sich 
nicht die manpage durchlesen, welche Option nun für was verantworltich ist.
Fazit - und das hast Du ja auch schon richtig herausgearbeitet - möge jeder 
für die jeweilige Aufgabe das Programm benutzen, was ihm am besten zusagt und 
am schnellsten zum Ziel führt und dem Gegenüber ebenfalls dieses Recht 
zugestehen.

Viele Grüße
Uwe 

-- 
OS: Debian GNU/Linux 4.0 Kernel 2.6.18 KDE 3.5.5
Benutzer #461074 im Linux-Counter http://counter.li.org
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