[EasyLinux-Suse] Virtualbox

Wilhelm Boltz lists at boltzclan.de
Do Aug 13 00:31:17 CEST 2015


Hallo Horst,

Am Mittwoch, 12. August 2015, 20:06:35 schrieb Horst Schwarz:
> Hallo Willi, hallo Heiko,
> 
> ich habe mir etwas Zeit zum Lesen und zu Recherchen genommen und
> fasse meine Erkenntnisse zusammen und bitte euch mich auf
> Ungereimtheiten oder gar Fehlinterpretationen aufmerksam zu machen.

Das ist immer gut.

> Kurz der augenblickliche Stand:
> - openSuse 13.2 läuft stabil

Super. 

> - Windows 7 liegt auf der ersten Platte (updates sind funktionieren nicht;
> bekannter Fehler von MS, wenn Linux und Windows auf verschiedenen
> Laufwerken liegen, kann der Update nicht installiert werden =blöd; ich
> hoffe auf die VirtuelBox)

Ich habe den Verdacht, Du wirfst da ein bisschen durcheinander:

Wenn ich mich nicht irre, ist in Deinem Computer bisher nur eine Festplatte 
eingebaut, eine 1 TB große Seagate ST1000. Auf der ersten Partition dieser 
Festplatte liegt Windows. Deshalb liegt Linux nicht auf dieser, sondern einer 
anderen Partition. Stell Dir vor, die Festplatte ist die ganze Torte, die 
Partition ist eins der Stücke dieser Torte. Für Deine Windows Updates auf dem 
einen Tortenstück ist es völlig egal, dass es noch andere Tortenstücke gibt, 
auf denen sogar was anderes installiert ist (Windows kann Linux nicht sehen). 
Es stört sich nur daran, dass es den Bootcode im Bootsektor nicht findet, den 
Du offenbar mit Grub2 überschrieben hast. Der Bootsektor ist das allererste 
Stück Festplatte, das vor allen Partitionen liegt.

> - Grub 2 läuft ohne Probleme
> - die Installation von VB ist abgeschlossen und kann aufgerufen werden.
> openSuse ist Host, Windows 7 soll Guest werden.
> 
> Meine Sicht auf die weitere Entwicklung:
> 1. ich werde eine Sicherung von Windows 7 anlegen (Suse /home wird
> regelmäßig gesichert). Die Sicherung sollte ein Image von Windows 7 sein.
> Dies ist eine Sicherung und kann die Vorbereitung für den Transfer zu dem
> Guest-System sein. 

Das verstehe ich jetzt nicht so ganz. Es ist gut und richtig, Dein Windows7 zu 
sichern. Wie das ganze System gesichert wird, ist bei Paragon hoffentlich 
ordentlich beschrieben. Du musst aber berücksichtigen, dass Du offenbar den 
Master Boot Record (mbr) mit grub2 überschrieben hast und deshalb aus dem 
Image Windows7 nicht ordentlich wiederherstellen kannst.  Deshalb könnte es 
Sinn machen, erst den ursprünglichen Zustand mit Windows Bootloader im mbr 
wiederherzustellen. 

> 2. Annahme: Dual-Boot bleibt zunächst erhalten. Es gibt
> dann eben zwei parallel laufende Windows 7-Systeme (die sich allerdings
> nicht mehr kennen). 

Das halte ich für vernünftig. Du solltest erst einmal eine zeitlang genauer 
testen, ob Dir Windows7 in der Virtualbox ausreicht. Da es sich die 
Computerressourcen mit dem Host teilen muss, kann es sein, dass Dir das alles 
zu langsam vorkommt. Mehr RAM könnte dann helfen.  Vermutlich wird aber 
entscheidend sein, ob Du auf Linux als Hauptarbeitstier umsteigen wirst. 

> 3. Wenn das alte Windows 7 erhalten bleibt (vorläufig)
> brauche ich weiteren Plattenspace. Einbau eines neuen Laufwerks in der
> Größe der vorhandenen Windows 7-Platte 

Mein Vorschlag würde in eine etwas andere Richtung gehen. Nimm lieber eine 
größere Platte, das Preis-Leistungs-Verhältnis wird da sowieso günstiger sein, 
also eher 2 bis 3 TB.  
Auf diese größere Platte installiere openSUSE 13.2 inkl. Virtualbox neu. Dann 
würde ich versuchen, die bestehende (und gesicherte) Windows7-Installation zu 
clonen nach dieser Anleitung:
<http://www.borncity.com/blog/2010/02/03/und-es-geht-doch-win7-os-cloning-fur-virtuelle-maschinen/>

Ich selbst hab eine Original-Windowsinstallation in der Virtualbox gemacht und 
damit natürlich keine Probleme bekommen bezüglich Aktivierung, updates usw.

> 4. Welche Plattengröße und
> Formatierung?
> Dies ist die Sicht auf die vorhandene Platte (Windows 7)
> Sicht Linux: /dev/sda/ 932.5 ST1000M003-1CH1
>                   sda1 931.5  HPFS/NTFS SDA_931
> Sicht Windows. ST1000M003-1CH1162 ATA Device
> C NTFS belegt: 72.99 GB frei: 93,9 GB = 166 GB
> H SDA_931 belegt = 457 GB frei = 473 GB
>    (diese Platte dient für den Datentausch zwischen Linux und Windows)
> Formatierung der neuen Platte mit NTFS

Die neue Platte kann gern deutlich größer sein, insbesondere wenn Du Dein 
Datengrab später mal mit herüberziehen möchtest. 

> 5. Das Image soll von der C genommen werden.
>     Die Frage ist mit welchen System (Conzilla oder Parogon)
>     Meine Überlegung das Ergebnis sollte das gleiche sein.
>     Wenn die Daten angelegt werden kann das unter Windows (Paragon)
>     oder unter Linux (Conzilla) geschehen.

Das Image als Sicherung sollst Du zur Seite legen (Tresor), falls Du Dein 
Windows7 zerschießt und wiederherstellen musst. Die Herstellung einer 
virtuellen Windows7-Maschine ist eine davon zu trennende Frage.

Prinzipiell ist es halbwegs gleichgültig, ob Du das Image mit Paragon oder mit 
Clonzilla machst. Es sei denn, Du musst Paragon erst noch kaufen ... 

> 6. Das Einspielen in VirtualBox erfolgt in jedem Fall unter der Einstellung
> "Windows" 7. Das sollte es eigentlich sein!!
>     Wenn alles unter VirtualBox läuft, kann das alte Windows begraben
> werden. Ebenfalls hat Grub seinen Sinn verloren und kann begraben werden.

NEIN! Erst solltest Du wochen- bis monatelang testen, ob die Virtualbox mit 
Windows7 die erwartete Leistung bringt. Also nicht zu früh das Original 
einstampfen.

Grub2 behält seinen Sinn, ohne ihn kannst Du opensuse nicht starten.

> 8. Beim Lesen von Paradon habe ich gelernt, dass man direkt mit dem Image
>     die VirtualBox bedienen kann. Mir fehlt dabei allerdings der
> Sicherungsaspekt.

Das ist einfach: Das erste Image ist die Sicherung, die legst Du in den 
Tresor. Das zweite, identische Image nimmst Du für Deine Experimente.

> Das sind meine Erkenntnisse und die abgeleiteten Vorgehen.
> 
> Das ist nun viel Stoff. Vielleicht könnt ihr trotzdem etwas dazu sagen.

Ich halte es für ganz schön ehrgeizig, dass Du Deine bestehende Windows7-
Installation in eine Virtualbox clonen willst. Mein Rat ist, nichts übers Knie 
zu brechen. Mach Dich erst mal vertraut damit, wie Virtualbox funktioniert, 
installiere ein paar virtuelle Linuxe, vielleicht hast Du die Windows7-DVD ja 
noch, damit kannst Du ein paar virtuelle Windowse einrichten. Schau Dir an, ob 
Du eine virtuelle Neuinstallation nicht doch relativ einfach so einrichten 
kannst wie Dein altes Original. Wenn Du so vertraut geworden bist mit 
Virtualbox, versuch die Original-Installation auf dem einen oder anderen Weg 
zu clonen.

Allerdings werde ich Dir an der Stelle kaum weiterhelfen können. Das habe ich 
noch nicht gemacht.

Gruß
Willi

-- 
openSUSE 20150811 "Tumbleweed" (x86_64) GNU/Linux 4.1.4-1-desktop
on VirtualBox 5.0.0 on host OpenSUSE 13.2 "Harlequin"



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