[EasyLinux-Suse] [13.2] Insufficient privileges

H.-Stefan Neumeyer hsn.debian_user at o-h-z.de
Do Jan 8 11:13:22 CET 2015


On Sun, 4 Jan 2015 10:41:19 +0100
Achim Pabel <Achim.Pabel at gmx.de> wrote:


Mein bester Achim

Du bist ja der Fachmann - und ich nur ein interessierter und etwas
engagierter Laie. Dann gib mir doch ein paar Denkansätze zu u.a.
folgenden, was mich seit mehreren Tagen abhält auch nur ansatzweise an
einen ernsthaften Einsatz von SuSE 13.2 zu denken.

Hast Du eine Lösung für das Problem des eigentlichen Aufmacher dieses
Threads? Ein Lösung, die auch von einem Nicht-Informatiker im täglichen
Betrieb genutzt und beherrscht werden kann? Der Rechner steht seit dem
01.01. hier und zur Erinnerung - nicht mal root darf im Networkmanager
eine neue Netzwerk-Schnittstelle einrichten, geschweige denn die
vorhandene verwalten.



Hast Du die 13.2 per netinstall in einem Netzwerk ohne DHCP-Server
installiert? Ist es Dir gelungen, die 13.2 schon bei der Installation
in ein Netzwerk mit ausschließlich statischen Adressen zu integrieren?

Akzeptiert bei Dir die Installationsroutine eine bereits vorhandene (im
Ultra-Bay-Einschub), mit XFS formatierte Festplatte und bindet die
unter einem von Dir gewünschten mountpoint ein?

Wie hast Du es geschafft, daß bei der Paketauswahl v_o_r der
eigentlichen Installation ausdrücklich abgewählte Pakete (je nach
Arbeitsumgebung das Brennprogramm, Google-Schriften, Zwangs-HP-Drucker,
ein halbes hundert Messanger und ähnlicher Web-2-Kram, Torrent-Client,
KDE-Globus, Schnüffel-Fuchs, GNOME-Office und - und - und...) nicht
doch mit installiert werden? Und wie gehst Du vor, damit die gerade
genannten, dann nachträglich und einzeln wieder entfernten Anwendungen
nicht beim nächsten update/upgrade postwendend schon wieder mit auf den
Rechner kommen?

Wie stellst Du es an, daß die GTK2/GTK3-Eingabemodule für die Sprache
der Eskimos, vietnamesisch und noch ein paar solcher Exoten dauerhaft
draußen bleiben?

Konntest Du fetchmail als Daemon einrichten? Ohne den unsinnigen Weg
über Einrichtung eines "Mail-Server" in Yast? Alternativ - hast Du es
in diesem "Mail-Server" hinbekommen, daß durch fetchmail auch mehr als
nur ein entfernter POP/IMAP-Server abgefragt wird? Hast Du fetchmail
beibringen können, zur Mamensauflösung den lokalen DNS-Server zu nutzen?

Läuft bei Dir spamd?

Nimmt postfix bei Dir Mail der Nutzer an und verschickt sie an die
Smarthosts der Mail-Provider?

Funktioniert bei Dir die GTk-Version von Yast, d.h. lassen sich die
einzelnen Module öffnen?

Wie hast Du das doppelt vorhanden Modul "Dienste-Verwaltung" im Qt-Yast
entfernt? Und die doppelten Einträge für jedes einzelne dort gelistete
Paket in der Paketliste der Yast-Softwareverwaltung ebenfalls?

Hast Du die originale Version der VirtualBox (Vers. 4.3.20) von Oracle
ohne anlegen einiger Symlinks compiliert bekommen? Und hat diese dann
ohne Nacharbeiten ein Kernel-update überstanden? Läuft die VB stabil?

Ich weiß, daß diese Festplatte hier drin nicht mehr viel wert ist und
mindestens "40 Currently unreadable pending sectors" hat. Die
smartmontools finden diese auch bei einem ausführlichen check. Warum
meldet mir smartd das aber nicht per Mail?

Wie gehst Du vor, wenn Du gleich unmittelbar nach der Installation an
Logs über Systemereignisse willst (nein - m_u_ß_t), aber weder rsyslog
noch logd/jounald läuft, es weder eine /var/log/messages noch
einen /var/log/syslog gibt. Daran anschließend - hast Du eine
grundsätzlich Lösung dazu, daß Dir das System regelmäßig Mitteilungen
(Mail) zu wichtigen Systemereignissen sendet?

Ich könnte hier auch auf noch viel mehr eingehen - nfs, ntp  bzw.
systemd-timedate, das Theater mit den fglrx-Modulen für den
ATI/AMD-Chips hier drinnen...


Von den in der 13.2 in ziemlicher Anzahl fehlenden (wie DKMS, Mousepad,
Wicd etc.), was man sich erst mühsam erst zusammensuchen muß (gksu,
htop), oder den durch SuSE bis zur praktischen Unbrauchbarkeit
kaputt-gepatchten (Tracker, Qupzilla, Evolution, Claws, Seahorse,
LibreOffice, logwatch etc.) Paketen/Unwendungen mag ich hier schon
garnicht mehr reden.


Fazit:
So lange ich mindestens auf diese Fragen keine Antworten habe, und 
keine Lösungsansätze, die sich mit ähnlich niedrigen Aufwand bearbeiten
lassen wie bei anderen Systemen für die ich den direkten Vergleich
anstellen kann - vertrete ich die Meinung, daß die 13.2 der vorläufige
traurige Endpunkt des Verfalls einer einst führenden Distribution ist.
Und die 13.2 in ihrem derzeitigen Zustand mit weitem Abstand das
Schlimmste darstellt was SuSE jemals abgeliefert hat. Mehr noch - für
mich als Laien, der ein paar Vorstellungen hat, wie sein "Linux"
funktionieren müßte (nicht zuletzt, weil es wo anders genau s_o
funktioniert), ist die 13.2 komplett in einem nicht brauchbaren
Zustand! Noch bei keiner vorheringen Installation (auch nicht bei SuSE)
habe ich im Umfeld so viel recherchieren müsssen, um Lösungen für ganz
triviale Dinge zu finden - oder vielfach auch nicht! Und ich bin dabei
auch noch nie auf solche teilweise krude Lösungen (wie z.B. fetchmail
mit einer fetcmailrc im $USER/home, die durch einen cronjob aufgerufen
wird), gestoßen. Und viele dieser scheinbar aus einer Art Verzweiflung
geborenen Lösungen sorgen auch dafür, daß nach deren Umsetzung die
Installation schlicht nur noch Schrott ist!

Grundsätzlich ist es mir ja Rille, was auf einem Rechner installiert
wird. Wer mit dem zufrieden ist was SuSE mit der 13.2 abgeliefert hat -
von mir aus! 
Aber wenn so ein Rechner dann bei mir landet - und der nach Tagen daran 
rumbasteln immer noch nicht in einem auch nur ansatzweise brauchbaren 
Zustand ist (und mehrere als Referenz und zum basteln eingerichtetes 
Test-System verschlissen sind) dann mache ich meinem Unmut eben Luft. 
Daß es dabei in der letzten Zeit immer wieder die gleiche Distribution 
trifft und andere nicht? Und diese ausgerechnet die Distribution ist, 
die Du als einzige akzeptiert? Aus meiner Sicht Pech für diese 
Distribution.


btw.
Warum funktionieren im Sylpheed anderer Distributionen Zeilenumbruch bei 72 Zeichen und die deutsche Rechtschreibeprüfung? Und warum muß das hier alles manuell setzen?

-- 
Gruß Stefan

Distributor ID	: openSUSE project
Description	: openSUSE 13.2 (Harlequin) (x86_64)
Release		: 13.2 - der 7. Versuch!
Codename	: Harlequin




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