[EasyLinux-Suse] Quo vadis Suse?

Maik Messner mmmm.messner at mail.cologne
Sa Jul 15 09:39:25 CEST 2017


Hallo Hans Rudolf

Mir geht es inzwischen, gerade auch in Anbetracht der durch das gestern
gemachten Updates verursachten neuen Problemen, wie Sladko Ristic:
Das Vertrauen in openSUSE ist sehr beschädigt. 
Ich gebe openSUSE noch eine Chance. Vielleicht bekommt man mit der in Kürze
zu erwartenden Ausgabe einiges wieder in den Griff.
Wenn ich ehrlich bin, viel Hoffnung habe ich aber nicht mehr. Diese Hoffnung
hatte ich schon öfter und bin enttäuscht worden.

MfG
Maik Messner

-----Ursprüngliche Nachricht-----
Von: suse-bounces at easylinux.de [mailto:suse-bounces at easylinux.de] Im Auftrag
von Grünig Hans-Rudolf
Gesendet: Sonntag, 9. Juli 2017 21:09
An: Mailliste <suse at easylinux.de>
Betreff: [EasyLinux-Suse] Quo vadis Suse?

An alle Listenteilnehmer

Ein Bericht über die suseLeap42.2

Nach dem lesen der Hilferufe an die easylinux Liste habe mich entschlossen
meine persönlichen Erfahrungen über diese Distribution publik zu machen.


Nachdem es die 4 Kern Intelplatine im meinem Versuchsrecher verblasen hat, 
wollt ich mal die Open SuseLeap  42.2 mit der neuen 4Kern-Intelplatin GA-Z97

ausprobieren und zwar so wie SUSE denkt es sei richtig, ohne Aenderungen an 
der Standart Installation vorzunehmenm, einfach mal zum probieren wie sich
die 
Standarteinstellungen benehmen.

Einzige Vorgaben waren:
/ , Swap,  und Boot, /boot-efi auf der ersten Festplatte
/home auf der 2. Festplatte
Backup auf der 3 Festplatte.
die Partationsgrössen wurden von Suse übernommen.

Schon beim überspielen der suseLeap42.2 habe ich mich über die vielen
falschen 
Berechtigungen gewundert, und dabei gedacht dass das sicher nicht gut kommen

kann.

Prompt kam es zum Unglück, der Rechner startete nicht.

Also Rechner komplett runterfahren, die suseLeap42.2 DVD rein,
die angebotene Option, Rechner updaten wählen.
Die automatische Kabelgebunde Netzverbindung konfigurieren lassen,
und los gings.

Dabei lies der Updater keine Eingriffe in die Update-Routine zu.

Falsche Berechtigungen sowie falsche Benutzer und Eigner.
# setting /var/run/utmp to root:utmp 0664. (wrong owner/group root:root 
permissions 0644)
# setting /dev/kmem to root:kmem 0640. (wrong owner/group root:root 
permissions 0600)
# setting /etc/shadow to root:shadow 0640. (wrong owner/group root:root)
# setting /usr/bin/wall to root:tty 2755. (wrong permissions 0755)
# setting /usr/bin/write to root:tty 2755. (wrong permissions 0755)
# setting /sbin/mount.nfs to root:root 4755. (wrong permissions 0755)
# setting /usr/bin/crontab to root:trusted 4755. (wrong permissions 4750)
# setting /sbin/mount.nfs to root:root 4755. (wrong permissions 0755)
# setting /usr/bin/at to root:trusted 4755. (wrong permissions 4750)
und so weiter, im minimum 50 Files mit falschen Rechten beim Updaten 
korrigiert.
Kein Wunder läuft bei dieser Distribution so vieles schief.

Qt4 durch Qt5, KD4 durch KD5 ersetzt.
/home wurde durch das Dateisystem xfs ersetzt

Nach 20 Minuten Neustart, wunderbar, alles läuft zur Zufriedenheit.

Logs von der Erstinstallation lesen.
Das Verdikt war eindeutig, wegen fehlenden root Rechten konnte der 
Grubinstaller den Grubbootloader nicht schreiben.
Konsequenz, schwarzer Bildschirm.
Wie soll da ein normaler Benutzer oder Anfänger aus dem Schlamassel 
herausfinden.

Nun, 3 Wochen lief der Rechner nach dem Update ohne Fehler und ohne 
Fehlermeldungen einwandfrei.
Dann fingen die Probleme an. Beim öffnen von Files oder Bildern konnte Gimp,

digiKam oder Kwrit und und LibreOffice
viele Files nicht mehr öffnen, die Daten waren korrupt, (kaputt)
Ich konnte sie zwar vom Backup her wieder gangbar machen, war aber für mich 
keine Lösung.
Das vorgeschlagene und installierte /home war mit 50MB für mein /home mit 
550MB Grösse sowieso viel zu klein.
Das Filesystem xfs war für mich mich nicht akzeptabel, weil meine Freunde 
damit schlechte Erfahrung mit Datenverlusten gemacht haben.
Scheinbar jetzt auch bei mir. Das xfs Dateisystem wie von Suse installiert 
muss meiner Meinung nach ein enormes Datenleck haben. Ich kann es zwar nicht

beweisen, denn die Logs gaben darüber keine Auskunft.

Deshalb kam für mich nur eine komplette neu Installation mit dem Dateisystem

Ext4, mit Grössen nach meine Wünschen in Frage.

Und siehe da, Suse kann es doch noch. Seit 3 Monaten keine einzige 
Fehlermeldung aus dem System.
Nur beim Updaten hatte das System 3 mal den Schluckauf, nach maximal 24 
Stunden war ein neues Update bereit
das den Fehler behob.
Jedes mal waren es Fehlende Dateirechte oder falsche Benutzer oder Eigner.
So beim letzten Sicherheits-Update von sudo, das System akzeptierte keine
root 
Rechte mehr.
Inert 12 Stunden war der Fehler durch ein erneutes Update behoben.

Da sollte Suse unbedingt Nachbessern. Wenn man die Logs nach einem Update
aber 
liest, weiss man warum der Rechner einen Schluckauf hat, und kann in einer 
Root Konsole selber nachbessern, dumm ist dann nur dass viele male keine 
Rootrechte erlangt werden können. Das heisst dann eben auf das nächste
Update 
warten. Als gewöhnlicher Nutzer konnte ich bis jetzt aber immer ohne
Probleme 
Arbeiten

Sehr erstaunt war ich dann doch noch, das Startmenü bot die Option das 
Betriebssystem der SuSE10.3 als Startoption an, das auf der 3. Festplatte
als 
Backup liegt. Und es funktioniert tatsächlich. Auch kann ich die Programme
vom 
Backup unter SuseLeap ohne Problem starten und benützen. Und das ohne ein 
virtuelles Dateisystem installiert zu Haben.
Habe das dann aus Sicherheitsgründen der SUSE verboten, indem ich das 
Einhängen der Backupfestplatte beim Start verbot.

Sowieso hat die Suse beim Updaten auf einen neuen Kernel, den alten Kernel
als 
Startoption installiert.

08.07.2017 Update auf neuen Kernel, Rechner kam hoch aber der KDE-Desktop 
startet nicht, System hat mal wider den Namen des Desktopusers vergessen.
Also 
dann:
mit F2 Therminal starten
Eingeben: sudo USER, Userpasswort, Rootpasswort.
Dann den Befehl #/sbin/shutdown -h -P now
Rechner neu starten, é voila, Rechner hat Konfiguration neu gelesen und der 
Desktop steht in neuer frisch zur Verfügung.
Das gelingt aber nur wenn vorher das Angebotene /oss -libibus upgedatet
wurde, 
das wider mal falsch Rechte hatte, und mit dem Update korrigiert wurde.

Dieser Fehler ist wieder typisch für die suseLeap42.2, Falsche Dateirechte. 
Grafikkartentreiber zu Beschuldigen ist immer die erste Reaktion auf der
Liste. 
Dabei machen die Karten und Treiber mit den neuen Hauptplatinen keine
Probleme 
mehr.

In allgemeinen laufen alle Programme fehlerfrei. Was fehlt ist die Sorgfalt 
der Maintainer bei den Dateirechten Vergabe.

Das Prozedre mit den Vergessenen Passwörtern oder falschen Usern und
Eignern, 
ziht sich wie ein roter Faden mit gravierenden Folgen für den normalen 
Benutzer durch die SuseLeap42.2.

Es tut mir leid das zu sagen, aber meiner Meinung nach ist die Suse Leap
42.2 
für einen einfachen Benutzer und Anfänger nicht geignet. Schade Suse.
Für mich ist die Suse aber unverzichtbar, nach über 20 Jahren mit Linux und 
konsequent ohne Microsoft, bieten mir solche Fehler keine keine Probleme
mehr. 
Wobei für mich das Werkzeug siga und die Logfiles unverzichtbar sind.

Das schönste an der Suse ist für mich aber dass ich im Bootloader
Auswahlmenü 
immer einen vorgängigen Kernel oder mit snapper eine vorgängig laufende 
Version auswählen kann. Damit dann die Logs seeleruhig durchsuchen kann und 
auch eventuelle Feher beheben kann.

Trotz ihren Fehlern bleibt für mich die Suse immer erste Wahl, weil sie es
mir 
leicht macht, mit ihren Werkzeugen immer eine laufende Version 
bereitzustellen, um meine täglichen Aufgaben zu erledigen.

Ich hoffe damit ein bisschen zum Verständnis über die suseLeap beitragen zu 
können.

Grünig Hans-Rudolf

-- 
hrg
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