[EasyLinux-Suse] Quo vadis Suse?

Grünig Hans-Rudolf gruenig.hr at bluewin.ch
Di Jul 25 19:58:11 CEST 2017


Am Montag, 24. Juli schrieb Richard Kraut

>Du hast schon wieder den Thread zerrissen. 
Ja ich weis, das war nicht ich sondern KMail.
Spass beiseite.
Ich bin nicht bereit länger als ein paar Sekunden mit dem Internet verbunden 
zu sein und hole die Mails als Bündel nicht einzeln.
Wenn ich dann, in KMail auf Antworten an die Mailliste gehe, ist das Malheur 
schon passiert, und ich bin der Neger.
Wem es nicht passt, kann mich ja auf die schwarze Liste setzen. 

Damit will ich dann Diskussion schlissen.
Ich wollte eigentlich nur meine Erfahrung über die Installation kund tun
und nicht eine Diskussion meilenweit vom Thema auslösen.
Aufzeigen dass ein Backup die einzige fast 100%ige Sicherheit bietet, die 
Daten bei einem Gau nicht zu verlieren.
Ob es etwas nützt?

Nun zu Deinen Fragen?

>Du meinst bestimmt NAS und nicht NASH.
Ja so ist es, nur ist das für mich Privat eben ein
"Network Automatet Storage Service"
darum eben für mich ein NASH. oder (Nasch) klingt um vieles besser.
Für mich war und ist ein Netzwerk Backup und ein NAS nie ein Lösung für 
Datensicherheit, eher das Gegenteil, prone to be robbed. (Anfällig gestohlen 
zu werden, und eine Wiege falscher Sicherheit.)

Darum beneide ich Firmen nicht die auf so etwas angewiesen sind.
Ich arbeitete Jahre bei einer grossen internationalen Firma, deren Budget 
alleine für EDV Sicherheit  im zweistelligen Millionbetrag lag.
Und siehe da, noch nie wurden so viele Daten gestohlen.


> > 2. Ein befreundeter EDV Spezialist und seine Firma waren prächtig stolz
> > eine ,
> > eigene Serververfarm zu besitzen. Wo sie Kundendaten hosteten. Durch einen 
> > Hangrutsch füllte sich der Serverraum in Sekunden mit Schlamm und Geröll.
> > Konsequenz: Eigene und Kundendaten auf nimmer  wiedersehen verschwunden.
> > Ist heute ein armer Mann mit Schulden bis über die Ohren.
> > Und viele seiner Kunden am Arsch, weil kein 1 :1 Backup vorhanden.

>Wenn da wirklich "Spezialisten" am Werk waren, ist es für nur um so
>unbegreiflicher, dass es hier offensichtlich keine Backupstrategie gab. 
>Auch der tollste Server mit RAID und pi pa po ersetzt auch hier _kein_ 
>Backup.
>Aber wenn da wirklich existenzgefährdende Daten im Spiel waren, warum hat man
>nicht ein Datenrettungsunternehmen beauftragt?

>Ansonsten auch hier, kein Backup - kein Mitleid! 
>

1. Ein Backup war schon vorhanden nur lag das unter Schlamm und Geröll.
2. Bei der Firmengründung hat der Man aber einen Fehler gemacht. Anstatt eine 
GmBH gründete er eine Einzelfirma, hat dabei aber übersehen, dass nicht nur der 
Firmengewinn,sondern auch der Firmenverlust ihm persönlich gehören.

Von so einem Man, der eben den Verlust seines Lebenswerkes, mit null Einkommen 
und Schulden bis über die Ohren, ohne Schaden und Betriebsausfall Versicherung 
dasteht, verlangen dass er ein Heer von Datenspezialisten beauftragt, seine 
Festplattenschrot forensisch untersuchen zu lassen. Da kann er sich gleich 
Aufhängen. Daran müssten eigentlich die Kunden ein Interesse haben, wollten 
sich aber finanziell nicht beteiligen.

Einige meiner Bekannten drängten mich dazu Strafanzeige gegen diesen Man 
einzureichen. Was ich leider Ausreden musste. Wohl wäre er vielleicht bestraft 
worden oder wegen nicht bezahlen der auferlegten Bussen ins Gefängnis 
gewandert. Schlussendlich wäre es dann soweit gekommen, das wegen 
Zahlungsunfähikeit des Beklagten, die gesamten Gerichtskosten an den Klägern 
hängen blieb.

Mein Anwalt musste  sie dann darauf aufmerksam machen, dass sie selber die 
Löli (Dummen) seien, und vor Gericht kaum Chancen hätten, weil sie für ihre 
Daten selber verantwortlich sein.
Wie Recht er hat.

Habe bis heute noch nie gehört, das ein Hoster oder Internetprofider wegen 
verlorener oder gestohlenen Daten Verurteilt wurde.

> >  3. Ein Firma mit etwas über 300 Mitarbeitern.
> Aber wo waren die Backups der laufenden bzw. vergangenen Woche?
Ich wusste es ach nicht, musste zuerst nachfragen.
Sie lagen im Tresor des Direktionssekretariat auf einer 2TB  USB-Festplatte, 
mit den Daten bis um 18 Uhr des Schadenereignistages.

> > 4. Ein Anwaltsbüro mit vertraulichen Kundendaten.
>warum wurde kein Datenretter beauftragt?
Darauf kann ich keine Auskunft geben, niemand auf der Kanzlei wollte dazu eine 
Antwort geben.


> > 5. Zur Zeit von Suse-9.3
> Wie kommst oder kamst Du darauf, dass dieses Tool, smartd, dafür
> verantwortlich ist/war?
Weil wir für das Desaster selbst Verantwortlichen waren.
Noch Jung und voller Enthusiasmus, probierten wir viel Optionen aus.
Nach diesen Stints konnte man gleich zusehen wie die Platten den Geist 
aufgaben. Warum andere Platten Marken nicht auch den Geist aufgaben, ist uns 
bis heute noch ein Rätsel. Einige meinten daraufhin dass Suse daran schuld sei 
und die Suse mit unschönen Mails eindeckten.

In der Hoffnung dass Du mit dieser Auskunft trotz zerrissenem Thread zufrieden 
bist.

Mit freundlichen Grüssen

Grünig Hans-Rudolf

-- 
hrg


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