[EasyLinux-Ubuntu] Debian 4.0; Mutt-Rechtschreibprüfung

Franz Deuzer franz.deuzer at aon.at
Sam Sep 8 19:11:54 CEST 2007


Am Samstag, 8. September 2007 14:43 schrieb Manfred Laun:
> Franz Deuzer schrieb:
> > Hallo Manfred!
>
> Hallo Franz
>
> > Unter "Help", dann zweiten Menüpunkt auswählen ("Emacs Tutorial (choose
> > language) ..."), unten dann "German" eintippen, und Du findest einiges
> > zum Umgang mit Emacs.
> > Wenn Du Dir über File->New Frame einen - wie der Name schon sagt -
> > zweiten Frame aufmachst, hast Du es beim Ausprobieren der verschiedenen
> > Kommandos etwas leichter.
> > Ansonsten wünsche ich Dir viel Spaß damit.
>
> Danke Franz für diesen Hinweis. Habe heute morgen schon das
> "Tutorial-german" über 'a2ps' ausgedruckt (2 Seiten je auf ein
> DINA4-Blatt-quer)
> Allerdings fehlen am linken Rand je Zeile 1-2 Zeichen. Anscheinend wird
> dabei das Papierformat 'letter' unterstellt? Kann amn das ggf. umstellen?
>
> Beim Aufruf des Editors muss ich immer erneut die Rechtschreibprüfung
> aufrufen, obwohl vorher 'Save Options' aktiviert war! Im  Zusammenhang
> mit dem E-Mail-Versand ist das schon interessant. Hast Du da einen Tipp
> auf Lager?
>
>
> Liebe Grüße aus dem verregneten Südost-Bayern
> Manfred

Servus Manfred!

Ich selbst verwende den Emacs hauptsächlich (> 99%) für die Programmierarbeit, 
und ganz selten zu Lesen von einigen Newsgroups. Damit will ich sagen:
1) Den Drucker bemühe ich aus Emacs sehr selten. Wenn ich drucke, dann kommen
    die Seiten 1:1 über File->Postscript Print Buffer an den jeweiligen
    Drucker. Den Drucker habe ich in meiner ~/.emacs-Datei eingestellt mit
    (setq printer-name "<Der Name des Druckers>")
    Mehr kann ich dazu nicht sagen.
2) Zur Rechtschreibprüfung: auch die habe ich noch nie verwendet, weil ich sie
    zum Programmieren nicht benötige. Ich habe aber für's erste folgendes
    herausbekommen.
    Es gibt einen sogenannten "Minormode", der sich "flyspell-mode" nennt.

Exkurs: In Emacs muß zwar nicht jeder Buffer mit einer Datei verbunden sein 
(z.B. ist der Einstiegsbuffer names *scratch* mit keiner Datei verbunden), 
Jedoch ist mit jedem Buffer ein Majormode assoziiert. Wenn Du einen neuen 
Buffer namens "Text.txt" öffnest (File->Open File... oder kürzer C-x C-f), 
dann ist automatisch (reguliert durch eine Variable) der "Textmode" damit 
verknüpft. Der schon erwähnte *scratch*-Buffer ist mit dem 
lisp-interaction-mode verknüpft und kann direkt Lispformen auswerten.

(Du kannst ja einmal folgendes ausprobieren: Du schreibst - mit den Klammern -
 (yes-or-no-p "Emacs beenden? ") und gibst hinter der letzten Klammer C-j ein.
 Keine Angst, da passiert nichts - auch, wenn Du dann mit "yes"
 antwortest :-) )

Diese Zuordnung läßt sich leicht ändern (ESC x und dann den neuen Modenamen 
eingeben) und genauso leicht um sogenannte Minormodes erweitern. Der 
Mechanismus ist derselbe: ESC x und den gewünschten Minormode angeben. Gehen 
wir zum Textbuffer (Test.txt) zurück. Wenn Du dort
   Esc x flyspell-mode
eingibst, wird ein Mode zugeladen, der mit dem Programm ispell 
zusammenarbeitet. Tippst Du nun in diesem Buffer einen fehlerhaften Text 
ein - z.B. Ich mächte - so wird Dir das angezeigt.
Minormodes sind als sogenannte Toggles implementiert. Damit ist gemeint, daß 
ein neuerlicher Aufruf (ESC x flyspell-mode) diesen zusätzlichen Minormode 
wieder ausschaltet.
Minormodes wirken sich (meistens) auch nur auf den einen Buffer aus. Wenn Du 
also einen anderen Buffer mit einer Textdatei öffnest, ist vom flyspell-mode 
nichts zu bemerken.
ALs letztes sei bemerkt, daß sich zu einem Majormode mehrere Minormodes 
zuschalten lassen.

Aus dem bisher gesagten geht nun auch hervor, daß man sich diese Art von 
Rechschreibprüfung jedesmal selbst einstellen muß - naja fast. Bevor ich aber 
fortfahre, interessiert es mich was Du mit "muß ich immer die 
Rechtschreibprüfung erneut aufrufen", meinst? Ich meine, wie rufst Du sie 
bzw. was rufst Du auf? Da ich auf dem Gebiet nicht so firm bin. ist es leicht 
möglich, daß ich da was übersehe.

Nun noch zu dem Menüpunkt Options->Save options: den kann man 
nicht "aktivieren". Es gibt unter Emacs eine ganze Latte von Optionen. Die 
findest Du in Options->Customize Emacs -> usw. Dort können Optionen auch 
ausprobiert werden. d.h. sie sind nur für eine Sitzung gültig. Schließt man 
dann den Emacs, so sind beim nächsten Start wieder die "alten" Einstellungen 
gültig (man kann sie natürlich auch jedesmal gleich permanent machen). Hat 
man noch ein paar Einstellungen für eine Sitzung vorgenommen, oder ist man 
sich nicht sicher, ob man schon alle permanent gemacht hat, dann empfiehlt 
sich der Aufruf von Options -> Save Options: dabei wird die 
Initialisierungsdatei ~/.emacs neu geschrieben (die alte natürlich 
weggesichert). Im sogenannten Minibuffer (die letzte Zeile) müßte beim 
Anklicken von "Save Options" in etwa folgendes zu lesen sein:
Wrote /home/<Dein-Heimatverzeichnis>/.emacs

Also: einen Tipp hat es bis jetzt (noch) nicht gegeben. Ich hätte aber gerne 
noch Deine Antworten zu meinen Fragen abgewartet - dann wird sich hoffentlich 
noch was brauchbares ergeben.


Liebe Grüße
Franz
-- 
Es gibt 10 Arten von Menschen - Die Einen können Binärcode lesen,
die Anderen nicht.