[EasyLinux-Ubuntu] grub 1 oder 2

Uwe Herrmuth u.herrmuth at gmx.de
Do Jul 11 08:48:47 CEST 2013


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Hallo Heiko,

Heiko Ißleib schrieb am 10.07.2013 um 23:28:

>Tatsächlich ist die große Schwäche des Suse-Grub eher die Erkennung
>anderer Linuxsysteme,während ein Windows immer gefunden und automatisch
>eingebunden wird.

Nur um das mal Klar zu stellen: Es gibt kein Suse-Grub oder kein
Ubuntu-Grub. Es gibt für Linux verschiedene Bootloader. Am Anfang stand
da Lilo, bis er von Grub als Standard abgelöst wurde. Heutzutage ist
Grub2 nahezu Standard.

>Deshalb habe ich eine nachinstallierte Susie seinerzeit lieber ohne
>Bootloader installiert.

Würde ich nicht so machen. Kann u.U. zu Problemen - besser zu mehr
Arbeit - führen siehe unten.

snip

>Habe mich da lieber auf ubuntus Grub2 verlassen.
>Vorher war ubuntu alleine auf dem Rechner.

Bei den Bootloadern ist es wie beim Highlander-Prinzip - es kann nur
einen geben - in diesem Fall einen Bootloader, der für alle Systeme
verantwortlich ist (sprich: dem alle Systeme bekannt sind)
Im Prinzip ist der Bootloader zweigeteilt: der ausführbare Code im MBR,
indem hinterlegt ist, auf welchem Teil der Festplatte die eigentliche
Konfiguration liegt und eben diese Konfiguration, die bestimmt, welche
Betriebssysteme sich wo befinden und wie diese gestartet werden.

Wenn man mehrere Linuxe betreiben will muss man sich also schon bei der
Installation entscheiden, welches davon für den Bootloader
verantwortlich ist - welches also den Startcode in den MBR schreiben
soll. Wenn z.B. wie bei Dir das Ubuntu die Verantwortung hat, brauch
ich auf dem Suse kein update-grub zu machen, da der Startcode nie auf
der Suse-Partition suchen würde.

Wenn Du das Ubuntu mal von der Platte fegen willst, musst Du vorher der
Suse die Verantwortung für den Bootloader übertragen, sprich der
Bootloader von Suse muss seinen Code in den MBR schreiben. Anderenfalls
sucht der Startcode nach wie vor auf der Ubuntu-Partition, findet dort
aber nichts mehr - ergo Du kannst gar nichts mehr starten. Deshalb
macht es in meinen Augen schon Sinn, jedes Linux auch mit einem
Bootloader zu installieren, nur eben nicht den Startcode unbedingt in
den MBR schreiben lassen. 

>Da es sehr wahrscheinlich ist,daß es irgendwie mit der Installation
>von grub2 mit der 12.04er Ubuntu-Variante nicht so recht klappen
>will,war deshalb mein Vorschlag,es mal mit Suse und grub1 zu
>versuchen.

BTW: Ich glaube nicht, dass es in dem ursprünglichen Fall an der Frage
grub oder grub2 liegt. Die Ursache ist hier wohl, dass der Startcode
die Konfiguration nicht lesen kann - da sollte man ansetzen. Wenn es
z.B. daran liegt, dass ein Dateisystem benutzt wurde, von dem grub2
nicht lesen kann, dann wird grub oder Lilo das erst recht nicht lesen
können.

Viele Grüße
Uwe

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